Der Schützenverein
Die 4 Züge
Zug 1
Zugführer: Hermann Moß
Zug 2
Zugführer: Jan Kahle
Zug 3
Zugführer: Tobias Berning
Zug 4
Zugführer: Jens Schultgers
Der Vorstand
Lukas Raming
Farid Frank
Johannes Kohne
Alexander Lindt
Die Geschichte des Vereins
Im Wandel der Zeit
Unsere Wurzeln: Schutz und Gemeinschaft seit 1613
Die Geschichte unseres Vereins ist tief mit der Historie Altenlingens verwurzelt. Eine Plakette an der alten Königskette belegt eindrucksvoll: Bereits im Jahr 1613 bestand hier eine Schützengemeinschaft.
In einer Zeit, die von den Unruhen vor dem Dreißigjährigen Krieg geprägt war, schlossen sich die Männer unserer Dörfer zusammen. Ihr Ziel war es, die Heimat gegen Überfälle und Plünderungen zu verteidigen. Doch die Schützenbrüder waren weit mehr als eine Schutzwache – sie waren zur Stelle, wann immer in der Nachbarschaft Hilfe in der Not benötigt wurde.
Zeugen der Geschichte: Die Königsketten
Schon 1617, kurz vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges, schenkte Johann Fleminck dem Verein eine Kette. Weitere historische Plaketten erzählen von den Regenten vergangener Tage:
1644: J.-Heinrich Pinninck (Regent zu Beversundern) stiftete eine Plakette.
Um 1646: Eine Plakette in Form eines Greifvogels erinnert an J. Adrian Pinnink, der durch Heirat auf das Gut Beversundern kam.
Dass nicht für jedes Jahr eine Plakette existiert, liegt wohl an den Wirren der Zeit – oder daran, dass die Stiftung einer solchen Plakette in früheren Jahrhunderten noch keine feste Pflicht für den König war.
Der Weg zum modernen Schützenverein
Ein entscheidender Wendepunkt war der 16. April 1912. Auf einer Generalversammlung gaben sich die Schützen eine straffe Organisation und eine Satzung mit 24 Paragraphen. Das Ziel war klar formuliert:
„...dass durch eine straffere Organisation die Feier des Schützenfestes gehoben, dem Eindringen fremder Sitten gewehrt und um die Mitglieder ein festes Band treuer Kameradschaft geschlungen werde.“
Die Fahnenweihe von 1913: Ein Fest der Superlative
Am 18. Mai 1913 erlebte Altenlingen einen historischen Moment: Die Weihe unserer Vereinsfahne. Gestiftet vom Grafen Emanuel von Galen und seiner Frau Gabriele, zeigt sie bis heute das Bild unseres Schutzpatrons mit der Bitte: „Heiliger Sebastian, Patron der Schützen, bitte für uns.“
Insgesamt 15 Vereine aus der gesamten Region – von Lingen über Schepsdorf bis hin nach Bawinkel und Thuine – nahmen an der feierlichen Zeremonie auf dem Hofe des Grafen teil, bevor der Festzug zum Platz auf „Frükens Wiese“ zog.
1. Weltkrieg
Unsere Wurzeln: Schutz und Gemeinschaft seit 1613
Die Geschichte unseres Vereins ist tief mit der Historie Altenlingens verwurzelt. Eine Plakette an der alten Königskette belegt eindrucksvoll: Bereits im Jahr 1613 bestand hier eine Schützengemeinschaft. In den Wirren vor dem Dreißigjährigen Krieg schlossen sich die Männer zusammen, um die Heimat gegen Überfälle zu verteidigen und in Notlagen Hilfe zu leisten.
Zeugen der Geschichte: Die Königsketten
Schon 1617 schenkte Johann Fleminck dem Verein eine Kette. Weitere historische Plaketten erzählen von den Regenten vergangener Tage, wie J.-Heinrich Pinninck (1644) oder J. Adrian Pinnink (um 1646) vom Gut Beversundern. Dass nicht für jedes Jahr eine Plakette existiert, liegt an den Verlusten der Jahrhunderte oder daran, dass die Stiftung früher keine feste Pflicht für den König war.
Der Weg zum modernen Schützenverein
Am 16. April 1912 gaben sich die Schützen eine straffe Organisation und eine Satzung mit 24 Paragraphen. Das Ziel: Die Pflege des Schützenfestes, die Bewahrung von Sitten und Gebräuchen und ein „festes Band treuer Kameradschaft“. Ein Jahr später, am 18. Mai 1913, folgte die feierliche Weihe unserer Vereinsfahne, gestiftet vom Grafen Emanuel von Galen.
Der Erste Weltkrieg (1914–1918) forderte schwere Opfer. Wir bewahren ihr Andenken in Ehren.
Aus dem Vorstand fanden den Tod:
- Anton Korves (König und 2. Vorsitzender)
- Hermann Klaas (Kassierer)
In treuer Pflichterfüllung kehrten ferner nicht in die Heimat zurück:
- Heinrich Rohoff († 11.07.1915)
- Wilhelm Feye (vermisst gemeldet am 04.07.1915)
- Bernhard Vohs († 24.06.1915)
- Hermann Peters († 19.05.1915)
- Anton Beel (vermisst am 16.02.1915)
- Heinrich Früke († 23.02.1915)
- Wilhelm Fels († 03.09.1916)
- Hermann Hilbers († 26.08.1918)
- Heinrich Wöste († 04.10.1918)
Orte der Erinnerung
1930 stiftete die Gemeinde eine Gedenktafel an der alten Schule, die durch Pfarrer Hilling geweiht wurde. Das dazugehörige Muttergottes-Relief befindet sich seit 1981 in der Grundschule. Die Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen fand 1985 einen würdigen Platz in den Anlagen beim neuen Ehrenmal.
1921: Das 300-jährige Jubelfest
Nach den Kriegsjahren beging der Verein im Mai 1921 sein großes Jubiläum auf der Wilhelmshöhe. Besonders eindrucksvoll: Die Mitglieder stifteten selbst das Silber für eine zweite Schützenkette, die den gefallenen Brüdern gewidmet ist. Elf Kreuze mit ihren Namen und Todestagen zieren diese Kette – ein bleibendes Symbol unserer Gemeinschaft.
2. Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen
Der 1. September 1939 markierte den Beginn eines Krieges, der unvorstellbares Leid über die Welt und auch über unser Dorf brachte. Während des Krieges wurden die Kleinkalibergewehre des Vereins beschlagnahmt, und das Vereinsleben kam fast vollständig zum Erliegen.1930 stiftete die Gemeinde eine Gedenktafel an der alten Schule, die durch Pfarrer Hilling geweiht wurde. Das dazugehörige Muttergottes-Relief befindet sich seit 1981 in der Grundschule. Die Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen fand 1985 einen würdigen Platz in den Anlagen beim neuen Ehrenmal.
Die Front in Altenlingen
Nach den Kriegsjahren beging der Verein im Mai 1921 sein großes Jubiläum auf der Wilhelmshöhe. Besonders eindrucksvoll: Die Mitglieder stifteten selbst das Silber für eine zweite Schützenkette, die den gefallenen Brüdern gewidmet ist. Elf Kreuze mit ihren Namen und Todestagen zieren diese Kette – ein bleibendes Symbol unserer Gemeinschaft.
Unsere Vereinskette wurde glücklicherweise in einem wassergefüllten Futterfass wiedergefunden.
Die Vereinsfahne wurde beschädigt und verschmutzt auf einem Düngerhaufen beim Grafen von Galen gerettet.
Der Königshut und die Schärpen blieben jedoch für immer verschwunden.
Schmerzliche Verluste
Der Krieg hinterließ tiefe Wunden. Wir gedenken der 23 Söhne unseres Dorfes, die nicht zurückkehrten:
- Franz Heinrich Graf von Galen
- Heinrich Hoff
- Josef Lucas
- Clemens Strotmann
- Heinrich Beel
- Bernhard Albers
- Anton Lübbers
- Gerhard Möllers
- Heinrich Stöppel
- Aloys Burke
- Franz Feye
- Anton Korves
- Franz Moß
- Hermann Reckmann
- Franz-Josef Ruwe
- Hermann Speller
- Hermann Lübbers
- Anton Fleming
- August Hoff
- Bernhard Klus
- Hermann Korves
- Hermann Diekamp
- Hermann Dall
Zweite Heimat und gemeinsames Gedenken
Nach dem Krieg fanden viele Familien, die ihre Heimat verlassen mussten, in Altenlingen ein neues Zuhause. Auch sie hatten schwere Verluste zu beklagen. In tiefer Verbundenheit führen wir auch die Namen ihrer Söhne an:
- Ernst Drensek
- Heinz Hüsken
- Johannes Lonnemann
- Alfons Schikora
- Otto Firzlaff
- Paul Urban
- Hermann Dietrich
- Willi Firzlaff
- August Hellermann
- Richard Klenner
- Erich Konietzki
- Heinrich Mazur
- Gustav Riemann
- Wilhelm Brose
- Werner Brzoska
Das neue Ehrenmal (1968)
Als bleibendes Mahnmal für den Frieden wurde 1968 eine neue Gedenkstätte fertiggestellt. Im Zentrum steht ein 24 Tonnen schwerer Findling mit der Inschrift:
„Der Weltkriege Opfer – Frieden“
Dieser Stein, den Schützenbruder Hubert Herbers bei Wildeshausen fand und mit Hilfe der Bundeswehr nach Altenlingen brachte, ist von 12 Steintafeln umgeben. Auf ihnen sind die Namen der Gefallenen beider Weltkriege verewigt. Die Einweihung fand am 17. November 1968 (Volkstrauertag) im Beisein der gesamten Gemeinde statt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Neubeginn und Vereinsleben nach 1945
Nach dem Krieg waren Schützenvereine zunächst durch die Siegermächte verboten. Doch der Geist der Gemeinschaft in Altenlingen ließ sich nicht unterdrücken. Da der Verein sein Barvermögen bereits während des Krieges für Feldpostpakete an die Soldaten aufgebraucht hatte, gab es finanziell nichts mehr zu beschlagnahmen – man fing gemeinsam bei Null an.
Die ersten Feste: Erfindergeist in der Not
Bevor der Verein offiziell wieder existieren durfte, behalf man sich mit Gemeindefesten:
1947: Am Pfingstdienstag wurde ein Gemeindesommerfest mit Volkstänzen an der Ems und einem Ball bei Thien gefeiert (Leitung: Franz Lübbers und Paul Lampenschulten).
1949: Das Winterfest legendär – da es im Handel noch keinen Alkohol gab, sammelte die Gemeinde Zuckerrüben, um daraus eigenen Branntwein für das Fest zu brennen.
Die Wiedergeburt des Vereins
Am 4. Mai 1949 wurde der Schützenverein Sankt Sebastian von der Militärregierung offiziell wieder genehmigt. Sofort machten sich fleißige Hände an die Arbeit: Fräulein Elisabeth Burke wusch die gerettete Fahne und Fräulein Agnes Moorwessel setzte sie liebevoll wieder instand.
Da Gewehre noch verboten waren, wurde das Schützenfest 1949 kurzerhand mit der Armbrust ausgetragen. Der Verein zeigte wieder Präsenz und entsandte Abordnungen mit Fahne zu den Jubelfesten in Lohne, Wietmarschen und Brögbern.
Kurioses und neue Traditionen
Das Vereinsleben normalisierte sich schnell, wie die Protokolle der Generalversammlungen zeigen: